Montag, 16. Juni 2008

Worte vom Mars

die frage

ich sitze im zimmer
ich gucke fernsehen
gehe zum kühlschrank
öffne das fenster
lese die zeitung
und warte auf etwas
das eine wort
der eine gedanke
die eine antwort
wo bin ich
was will ich
wo gehe ich hin
draußen spielen kinder
im fernsehen ist krieg
die zeitung,
voll von katastrophen
der kühlschrank fast leer
das zimmer nur chaos
und mir fehlt
das eine wort
der eine gedanke
und ich warte
es wird dunkel
es wird nacht
es wird morgen
ein tag beginnt
es ist still
friedlich und ruhig
aber nichts stimmt mehr
ich weiß nicht "warum"

Klaus Lutz


Bemerkungen zu dem Gedicht:
"die frage!
hier veröffentlicht!

Lieber Klaus, ist es "warum", dieses
fehlende Wort? Ich könnte es verstehen...
Aber die Sinnkrise hat immerhin zum
spannenden Gedicht von dir geführt,
das ich als genuin "existentialistisch"
bezeichnen will.
Liebe Grüsse, Heino

Kunst

Solche Texte, habe ich schon öfter geschrieben.
Es ist komisch, meistens dann, wenn nichts
mehr geht. Wenn, ich nicht mehr bis auf 3 zäh-
len kann. Und denke, das ist das Ende. Vergiß
alles. Schalte den Fernseher an. Und stürze
Dich, in die Masse. Mit aller Zustimmung von
Ihr. In diesem Augenblick, habe ich dann die
Idee. Und Bum! Das ist es. Meistens dann
auch, die beste Idee seit langem. Das Gedicht:
"Der Strom" habe ich so geschrieben. 1977/78.
Einer meiner besten Texte. Ich wache Morgens
auf. Am Ende! Ohne Geld! Ohne Freunde! Ohne
Etwas. Neben mir liegt ein Kugelschreiber und
ein Stück Papier. Und, ich schreibe diesenText.
Bum! Lesen sie Ihn. Die meisten sagen er wäre
Traurig. Aber, mir ist es gelungen. Eine Traurig-
keit zu beschreiben. Die, mit all Ihrer Traurig-
keit, nur Schönheit besitzt. Alle Schönheit die
echte Traurigkeit haben kann. Komischer wei-
se wurde dieser Text nie veröffentlicht. Ich habe
Ihn an Zeitungen gesandt. Aber Ergebnislos.
Das war, damals in Mainz. Später, habe ich
Ihn, in Berlin, in offenen Literaturgruppen geles-
en. Er fand Zustimmung. Aber verstanden wurde
er nicht. Ich habe Ihn auch, mit anderen Text-
en, an Verlage geschickt. Aber, nie was gehört.
Wobei, ich auch sagen muß, das ich damals
entgleist bin. Und schlechte Sachen geschrieb-
en habe. Ich war in diesen Literaturgruppen.
Und habe mir angehört, was die Leute so geles-
en haben, an Texten. Und, mir gedacht, wenn das
so einfach ist. Dann, schreibe genau so. Und,
Du hast kein Probleme. Aber, ich habe nicht
gesehen. Das diese Leute nur Dilttanten waren.
Also keine Literaten. Und, ich habe wieder mein-
en Stil gefunden. Wobei ich eine sehr elitäre Auf-
fassung habe. Von dem, was eine gute Idee ist.
Das unmögliche Probieren. Bis an die Grenze,
des Wahnsinns gehen. Ohne Pardon. Alles ge-
ben. Ein Trip, in ein anders Universum. In das
Universum. Der Klarheit. Des Lebens . Und, der
Worte, die Leben. Mit dem Verstand, mit dem
Herzen los gehen. Und, das unmögliche wollen.
Das Universum begreifen. Gott begreifen. Mit
Ihm reden. Mit ihm Schachs spielen. Ihn zum
Freund machen. Sein Sprache hören. Seine
Gedanken verstehen. Seine Welt begreifen.
Und wissen, was das Alles ist. Was dieses Le-
ben alles ist. Die Augen haben, die es sehen.
Den Verstand haben, der es begreift. Und seh-
en, was das wirklich ist. Lernen und begreifen.
Echtes Lernen und echtes begreifen. Echtes
Wissen und echtes Leben. Und, wie ich das
werde, was ein echter Mensch ist. Und wie
sich das Gott vorgestellt hat. Darum geht es.
Um nichts weniger, geht es beim schreiben.
Und, um nichts weniger, geht es im Leben.
Wenn es das Sein soll. Wenn es etwas Sein
soll. Und, wenn es mehr als etwas sein soll.
Wenn es Kunst sein soll. Glück Liebe und
Schönheit. Freundschaft und Vertrauen. Ge-
danken die mehr sind. Die dieser Welt etwas
geben. Die den Menschen etwas geben. Die
mir etwas geben. Die das Leben sind. Die das
Leben geben. Nicht mehr. Und nicht weniger.
Darum geht es im Leben. Darum, geht es beim
Schreiben. Wenn es echt sein soll. Oder, dem
nahe sein soll. Was echt ist. Was schön ist.
Was wahr ist. Und, es zeigt wie Unglaublich
und Wunderschön, das Leben sein kann. Mehr
als all das, was wir ahnen. Mehr als all das,
was wir träumen.

Klaus Lutz

Kaiser

Klaus der Erste

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